abc.etüden 2020 43+44 | 365tageasatzaday

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich hatte ich bis hierhin noch die eine oder andere Etüde geplant, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Jetzt gibt es aber trotzdem noch eine weitere der von Christiane organisierten Etüden zu Wortspende von Judith und ihrem Blog „Mutiger Leben“. Also, auf gehts:

„Sag mal, wolltest du mir nicht noch irgendwas über journalistische Schmutzfinken in privaten Nachrichtensendern erzählen?“

„Och ja, eigentlich, aber so richtig aktuell ist das in Zeiten eines erneuten Lockdowns ohnehin nicht mehr.“

„Ach, gibt es den jetzt?“

„Japp, wurde vorhin in einer PK durch die Kanzlerin, Herrn Söder und Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, verkündet.“

„Na, ob das wirklich so eine fabelhafte Idee ist? Hätte man da nicht eine andere Lösung …“

„Ach, nein, mal im Ernst, wer die Kanzlerin und Herrn Müller bei der PK gesehen hat, hat gemerkt, dass die sich mit der Entscheidung wirklich nicht leicht getan haben.“

„Und Söder?“

„Ach, den lasse ich mal unkommentiert, sonst rege ich mich nur wieder auf. Einerseits ging mir nämlich seine dämliche Medikamenten-Analogie auf die Nerven. Andererseits legt er in jedem Interview, jeder PK eine irritierende, affektiert staatstragende Attitüde an den Tag, so dass man sich nie sicher sein kann, ob er im Folgenden nur den Wetterbericht vorliest oder nicht vielleicht doch den alternativlosen Einmarsch der Bundeswehr in Polen verkündet.“

„Uuuuhhh …“

„Ach, komm. Jedenfalls: Im November sollten wir also alle zu Hause bleiben.“

„Perfekte Bedingungen für Karl Lauterbach, möchte man meinen.“

„Inwiefern?“

„Na, der hat sich kürzlich dafür ausgesprochen, Kontaktbeschränkungen auch im privaten Umfeld zu kontrollieren.“

„Bitte was?“

„Jepp. „Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein.“, sagte er.“

„Ähm, doch!?“

„Ja, na sicher. Zumal die Unverletzlichkeit der Wohnung ja gemäß Infektionsschutzgesetz ohnehin eingeschränkt werden kann. Aber das reicht dem Herrn Lauterbach augenscheinlich nicht. Ihm schwebt vielleicht viel eher eine angenehme Denunziantenatmosphäre vor, in der mir unliebsame Blockwart-Nachbarn die Gesta…, äh, die Polizei auf den Hals hetzen, nur weil ich unter Umständen allein zu laut Musik höre.“

„Was hat der denn bloß genommen …?“

„Keine Ahnung, vielleicht hat er irgendwas aus einem unbeaufsichtigten Lobbyistenkoffer im Bundestag gemopst …?“

300 Worte.

10 Gedanken zu “abc.Etüden KW 43/44 II

  1. Ich habe ein ausgesprochenes Faible für deine Begründungen, warum jemand etwas tut …
    Ach, ich sag besser nix.
    (Dir scheint es für das Handy im Reader die Formatierung zerhauen zu haben. Ich sehe auf dem Handy nur fließenden Text ohne Zeilenumbrüche.)
    Abendgruß 😕🍷🍷🍷👍

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    1. Guten Morgen!

      Meistens fällt mir nichts anderes ein, womit man einen solchen, mit Verlaub, Hirnfurz erklären könnte. 🙂

      Vielen Dank für die Info hinsichtlich der Formatierung. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt das am Editor, bzw. daran, dass ich bei der Bedienung desselben wieder irgendwas falsch gemacht habe. Habe ich eine Ahnung, was!? Nein, nicht im Geringsten. Deswegen lassen wir das jetzt so. 😉

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      1. Ich hatte das Problem bei den Montagsgedichten. Ich habe den Beitrag noch mal mit dem neuen Editor geöffnet und einfach aktualisiert. Danach war es okay. Ohne Gewähr.
        (Politiker: ohne Worte.)

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      2. So jetzt habe ich den Beitrag auch nochmal aktualisiert. Entweder es funktioniert jetzt, oder eben nicht. Hach, dieser Editor treibt mich in schwersten Fatalismus … 😉

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  2. Danke für diese tagesaktuelle Etüde.
    Das Ganze ist ja schon schwierig und anstrengend genug, ich finde da braucht es nicht auch noch Vorschläge, selbst Wohlmeinende in den Protest treiben.
    Herzliche Grüße
    Judith

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    1. Vielen Dank! Exakt so sehe ich das auch, das was Herr Lauterbach da von sich gab, war vollkommen unnötig und bringt nur die Menschen auf, die eigentlich vollständig hinter den Maßnahmen stehen.

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